Flexible Schuleingangsphase

Die Flexible Schuleingangsphase an unserer Schule

Seit dem Schuljahr 2003/2004 wurde an unserer Schule die Schuleingangsphase umgestaltet. Wir sahen dies als notwendig an, weil auch wir eine zunehmende Heterogenität bei unseren Einschülern feststellen konnten. Obwohl die meisten Kinder mit 6 Jahren eingeschult werden, unterscheiden sie sich doch deutlich in ihren Erfahrungen und ihren Kompetenzen. Außerdem lernen die Kinder unterschiedlich schnell und auf unterschiedliche Art und Weise.

Um die Schuleingangsphase zu optimieren, sahen wir in FLEX eine gute Chance, weil je nach Entwicklung der Kinder eine individuelle Verweildauer von 1, 2 oder 3 Jahren in der Schuleingangsphase individuelle Förderung aller Kinder, zielgruppenspezifisch für schneller und langsam lernende Kinder Lernen in jahrgangsübergreifenden Gruppen nach individuellen Lernfortschritten und Erwerb sozialer Kompetenz förderdiagnostische Begleitung während der Schuleingangsphase individuelle Pläne für schneller lernende Kinder angeboten werden.

In unserer Grundschule lernen 43 Mädchen und Jungen in zwei FLEX – Klassen. Als Klassenlehrerinnen sind Frau Weingärtner und Frau Wachholz eingesetzt. Sie werden durch die Teilungslehrerinnen Frau Frenzel, Frau Schulze und Frau Kujat und einen Sonderpädagogen, Herrn Grundmann, unterstützt.

Neben altbewährten Unterrichtsabläufen werden die im Rahmenlehrplan geforderten Methoden, wie die Arbeit nach Tages- und Wochenplänen, Lernen an Stationen, Partner- und Gruppenlernen, Lernen in Werkstätten und Projekten verstärkt eingesetzt. Durch die Jahrgangsmischung erleben die Schüler/innen die Schule auch aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie können sowohl Helfer und Lehrling aber auch Meister oder Anfänger sein.

Unsere Erfahrungen mit der FLEX

Wir schätzen ein, dass das Lernen in der FLEX – Klasse für alle Schüler/innen eine große Chance ist. Sie ermöglicht sowohl den „Schwachen“ als auch den „Starken“ optimale Lernerfolge. Die Kinder haben ein freudbetontes Miteinander entwickelt. Ihre Arbeitsergebnisse finden untereinander Anerkennung. Gegenseitige Hilfe und Unterstützung sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Die längere Verweildauer ermöglicht auch den langsam lernenden Kindern einen günstigen Start für ihre weitere Schullaufbahn. Durch den Einsatz von speziellen Aufgaben mit erhöhtem Anforderungsniveau erfahren die schneller lernenden Kinder die Möglichkeit, sich zusätzliches Wissen und Können anzueignen.

Positiv wirkt sich das Lernen in kleinen Gruppen von 10 bis 12 Schülern aus. Hier lernen sie sehr viel schneller den Unterrichtsstoff kennen. Die Lehrerinnen können schnell eingreifen, Schwächen erkennen und entsprechende Förderung einleiten. Den Kindern bereitet besonders das Lernen an Stationen Freude. Hier werden Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Deutsch und Sachunterricht angeboten. Aber auch praktische Tätigkeiten und Knobelaufgaben gehören dazu. Diese Arbeitsform führt die Kinder bereits sehr früh an das selbstständige Lernen heran.